Haariges

Blindgänger? Rettung naht!

Brillenfassung

Brillenträger, aufgepasst: Schon bei der Geburt kann die Funktion des Auges beeinträchtigt sein, aber auch im Lauf des Lebens wird die Sehleistung schwächer. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung sind die häufigsten Diagnosen.

Das hat seinen Grund im Aufbau des Augapfels:

Das Auge setzt Lichtreize in Nervensignale um, die es dann an das Gehirn zu Entschlüsselung weiterreicht. Die dafür zuständige Netzhaut sitzt an der Hinterwand des Auges und ist mit Empfängern für Hell-/Dunkel-Unterschiede und für das Empfinden von Farben ausgekleidet. Die eine Art der Empfänger wird Stäbchen genannt und ist für die Umsetzung von Helligkeitsunterschieden zuständig, während die zweite Art der Rezeptoren (“Zäpfchen”) Farben erkennen kann.

Auf die Netzhaut treffen die Lichtstrahlen, nachdem sie die Optik des Auges passiert haben. Nach dem Lichteintritt über die Pupille sorgt eine flexible Linse mit variabler Brechkraft für die Beugung der Lichtstrahlen und projiziert so ein scharfes Abbild des Gesehene auf die Netzhaut. Die Veränderung der Brechkraft bewirkt ein Ringmuskel, der die Linse durch Kontraktion und Entspannung dicker oder schlanker verformt. Mit zunehmendem Alter oder aus Gründen von körperlichen Defekten kann diese Verformbarkeit eingeschränkt sein – das von der Linse erzeugte Bild entsteht entweder vor oder hinter der Netzhaut und wird damit unscharf wahrgenommen: Man spricht dann von Kurz- oder Weitsichtigkeit. Die Korrektur dieser Fehlsichtigkeiten ist weiters kein Problem – man unterstützt die Linse im Auge mit einer zweiten, die vor dem Auge angebracht wird.

Brillen oder Kontaktlinsen können so Einschränkungen der Linse in weiten Bereichen ausgleichen. Trotzdem sind solche Sehbehelfe für manche Patienten ungeeignet oder störend. Dann ist die LASIK-Augenoperation mit Laser eine Lösung, bei der Fehlsichtigkeiten im Bereich von -10 bis 4 Dioptrien dauerhaft ausgeglichen werden können. Verschiedenen Techniken sind in den Augenkliniken im Einsatz, die meist eines gemeinsam haben: mit der Hilfe eines feinen Lasers werden Teile des Auges so verformt, dass die Brechkraft der Linse wieder ausreicht, ein scharfes Bild auf der Netzhaut zu erzeugen.

Eine fast vollständige Korrektur von Fehlsichtigkeiten ist mit Hilfe der LASIK-Technik und den davon abgeleiteten Operationsverfahren wahrscheinlich, sofern die Randumstände zutreffen.

Foto: “Glasses 1” von mihow auf http://www.sxc.hu/photo/1232902

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